Bestattung

Trauer

Sie haben einen Menschen verloren, der Ihnen nahe stand und wichtig war. Vielleicht können Sie im Augenblick gar nicht fassen, was geschehen ist. Vielleicht ist auch ein langer Weg mit Leid und Schmerz zu Ende gegangen. Dann gibt es wenig, was trösten kann. Den letzten Weg eines Menschen begleiten, geschieht auf ganz unterschiedliche Weise. Oft ist er mit Angst und Schrecken, mit Verzweiflung und Nichtbegreifen verbunden. Unterschiedliche Gefühle vermischen sich. Aber nicht die Verzweiflung, nicht die Angst oder der Schrecken sollen die Oberhand behalten. Daher ist die Aufgabe, Tote auf ihrem letzten Weg zu begleiten, ein wichtiger Schritt in der eigenen Trauer.

Hoffnungszeichen

Wir Christen glauben, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Denn Gott ist auch durch den Tod gegangen. Allein und verlassen starb Jesus Christus am Kreuz. Aber in der Sinnlosigkeit des Todes ist ein Wort des Lebens laut geworden. Er ist auferstanden. Er lebt. In Jesus Christus ist Gott mitten in unsere Welt gekommen. Er hat menschliches Leid erfahren und den Tod. Gott ist uns ganz nahe.

Deshalb ist es gut zu wissen, dass in aller Trauer Gott uns entgegenkommt. Deshalb steht die evangelische Trauerfeier und die Bestattung im Zeichen der Hoffnung auf Gott, der das Leben will.

Erste Schritte

Wir wollen Ihnen bei der Vorbereitung der Trauerfeier helfen. Einer der ersten Schritte ist die Auswahl eines Bestattungsinstitutes. Wir arbeiten sehr eng mit Bestattungen Riedl aus Tegernsee zusammen, das Sie unter der Nummer 08022-93016 erreichen. Dieses kümmert sich um die organisatorischen Dinge der Bestattung. Wir - Ihre Kirchengemeinde und Ihr Pfarrer - möchten Sie begleiten und Ihnen in Ihrer Trauer beistehen. Setzen Sie sich deshalb bitte mit uns in Verbindung. Der Kontakt kann aber auch beim ersten Gespräch durch das Bestattungsinstitut in Ihrem Beisein hergestellt werden.

Der/die Verstorbene wird abgeholt. Ein schmerzlicher Schritt auf dem Weg des Abschiednehmens. Gleich, ob zu Hause oder im Krankenhaus, wir sind gerne bereit, diese/n mit einer Aussegnung zu begleiten. Wichtig ist dann, vor der Abholung einen Termin für die Aussegnung festzulegen.

Das Gespräch

Rechtzeitig vorher wird der für Sie zuständige Pfarrer mit Ihnen ein persönliches Gespräch führen, um die Trauerfeier vorzubereiten. Dabei können Sie über alles sprechen, was Sie bewegt und dabei Trost finden. Erzählen Sie aus dem Leben des/der Verstorbenen. Sie helfen damit, die Trauerfeier persönlich zu gestalten. Vielleicht wissen Sie ein Bibelwort, das dem/der Verstorbenen wichtig war. Dies kann Grundlage für die Traueransprache sein. Manchmal kann es auch hilfreich sein, sich an der Trauerfeier aktiv zu beteiligen.

Die Musik

Musik setzt viele Gefühle in Bewegung. Wählen Sie sorgfältig die richtige Musik zur Trauerfeier aus. Ihre Pfarrer unterstützen Sie dabei gerne. Auch die Einspielung von CD oder Kassette ist möglich.

Die Trauerfeier

Die Trauerfeier findet in der Regel in einer unserer drei Kirchen in Tegernsee, Rottach-Egern oder Kreuth statt. Es kann aber auch sinnvoll sein, die Trauerfeier direkt auf dem Friedhof zu gestalten. Sprechen Sie dies bitte mit Ihrem Bestattungsinstitut und dem Pfarrer ab.

Die Bestattung

Nach dem ersten Teil in der Trauerhalle gibt die Trauergemeinde der/dem Verstorbenen das letzte Geleit. Die engsten Angehörigen bilden die Spitze des Zuges. Am Grab wird der Sarg oder die Urne in die Erde gelassen. Für viele ist das der schwerste Augenblick der Beerdigung. Doch wie ein Same neues Leben hervorbringt, kann das Einsenken des Sarges ein Bild für die Gewissheit neuen Lebens sein.

Mit dem dreimaligen Erdwurf wird an die Vergänglichkeit (Erde zu Erde) und zugleich an das ewige Leben (wie bei der Taufe) erinnert. Diesen Brauch nehmen dann die Trauergäste am Ende der Bestattung auf. Auch eine Blume als Liebeszeichen kann ins Grab geworfen werden. Einen Moment der Stille und des persönlichen Abschiednehmens ist diese letzte Geste gewidmet.

Gebühren und Spenden

Unsere Gemeinde erhebt bei einer Trauerfeier für den kirchlichen Sachbedarf ein Gebühr in Höhe von 85.- Euro.  Diese wird über ihr Bestattungsinstitut abgerechnet. Wenn Sie der Gemeinde darüber hinaus etwas spenden wollen, können Sie den Verwendungszweck im Sinne des/der Verstorbenen selbst festlegen.

Die Zeit danach

Nach der Bestattung beginnt für Trauernde noch lange nicht der Alltag. Trauer braucht Zeit. Wir laden deshalb alle Angehörigen am folgenden Sonntag zum Gemeindegottesdienst ein. Dort wird noch einmal der Name des/der Verstorbenen verlesen und für sie/ihn und die Trauernden gebetet.

Ihr Pfarrer begleitet Sie gerne auch im weiteren Verlauf der Trauer, zum Beispiel auf Ihren Wunsch auch bei der Beisetzung der Urne. Sie können Ihren Pfarrer jederzeit ansprechen und um ein Gespräch bitten. Wir beraten Sie auch gerne bei der Auswahl von hilfreicher Literatur.

Das Gedenken

Am Ewigkeitssonntag (November) lädt unsere Gemeinde ganz besonders alle die Menschen ein, die im vergangenen Jahr einen Menschen verloren haben. In einem Gottesdienst wird für jede/jeden Verstorbenen mit Nennung seines Namens ein Totenlicht entzündet und auf den Taufstein gestellt. In diesem Gottesdienst soll Gelegenheit sein, noch einmal zurückzuschauen und die Trauer in Gottes Hände zu legen.