Herzlich willkommen!
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Ich glaub. Ich wähl. So lautet das Motto der Kirchenvorstandswahlen 2012. Auch wir stecken bereits mitten in den Vorbereitungen für die Wahl. Erfahren sie hier auf unserer Homepage mehr. |
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Der Kirchbauverein wird ökumenisch In der Mitgliederversammlung vom 05.10.11 stimmten die Mitglieder einstimmig dafür, den Kirchbauverein ökumenisch auszurichten. Nach unseren Recherchen, wäre dies der erste ökumenische Kirchbauverein überhaupt. |
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Alles ist erlaubt – aber nicht alles baut auf. Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen. (1. Korinther 10,23f) Liebe Gemeinde, „Alles ist erlaubt“ – das ist wohl einer der gefährlichsten Sätze in der Bibel. Oft genug wurde und wird er bis heute als Freibrief verstanden, seine eigenen Interessen durchzusetzen, rücksichtslos seinen Weg zu gehen und nicht links oder rechts zu schauen. Tatsächlich ist dieser Satz aber die wesentliche Grundlage, wenn es um eine christliche Ethik geht. „Alles ist erlaubt“, mit diesen Worten ist auf den Punkt gebracht, dass christliche Ethik sich nicht in Vorschriften und Verboten erschöpft, sondern eine Ethik der Freiheit ist. Luther schreibt in seiner berühmten Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ von 1521: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan.“ Das ist fundamental wichtig. Denn es stellt klar, dass kein Mensch über einen anderen religiös begründet Macht ausüben darf. Keine religiöse Autorität kann für sich beanspruchen, mit letzter Gültigkeit das Tun und Lassen eines anderen zu bestimmen. Das Christentum ist keine Gehorsamsreligion. Christlicher Glaube ist ein Glaube, der Freiheit schenkt. Denn im Evangelium wird uns gesagt, dass Gott alles getan hat für die Menschen, was für ein Leben in Gerechtigkeit und Freiheit notwendig ist. Damit aber die Freiheit eines Christenmenschen ihre positive Kraft entfalten kann, braucht sie Orientierung. Denn nicht alles, was erlaubt ist, ist auch nützlich und konstruktiv. Die Orientierung aber gibt Paulus ganz in Jesu Sinn vor: „Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen.“ Die Freiheit von moralischem Druck ist zugleich die Freiheit zur Liebe. Luther stellt seiner oben beschriebenen These deshalb diese zweite zur Seite: „Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“ Freiheit ermöglicht zu allererst Liebe. Und diese ist immer die bessere aller Möglichkeiten. Die Liebe zum Nächsten ist der Schlüssel zur christlichen Ethik, denn sie ist untrennbar verknüpft mit der Liebe zu Gott. Nächstenliebe aber ist keine Frage der Moral, sondern eine innere Bewegung. Wo ein Mensch von der Liebe Gottes berührt und von seinem Geist bewegt wird, da wird Liebe geweckt. Und die steht über allen Geboten und Verboten, die man sich denken kann. Daher gibt es im Grunde genommen auch nur eine Sünde: die Sünde der Lieblosigkeit. Sie ist Teil unserer Existenz, denn wir bleiben immer hinter dem Möglichen zurück. Darum bleiben Christen, solange sie leben, immer auf die Vergebung angewiesen. „Alles ist erlaubt – aber nicht alles nützt“. Das bedeutet: Ein Christenmensch muss seinen Nächsten nicht lieben – aber er kann es versuchen. Keiner muss anderen helfen, sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen, verzeihen, geduldig und verständnisvoll sein – aber er darf es. Und auch wenn es nicht selten Überwindung kostet, im nachhinein gibt es wohl kaum etwas Schöneres, als es auch zu tun. Unser Kirchenvater Augustinus (354- 430) hat einmal geschrieben: „Liebe, und dann tu was du willst.“ Das bringt die christliche Freiheit auf den Punkt. Ohne Liebe ist alles nichts. Denn Freiheit ohne Liebe kann nur furchtbar sein. Aber wenn das Tun eines Menschen ohne allen moralischen Druck von Liebe bestimmt ist, dann ist er auf dem richtigen Weg. Handle ich aus Liebe und in dem Versuch, gemeinsam etwas positiv zu gestalten, oder habe ich eigentlich ganz andere Interessen? Eine Frage, die sich zu stellen lohnt, für das eigene Leben und auch für den Weg, der in unserer Gemeinde in den nächsten Monaten vor uns liegt. Eine gesegnete Passions- und Osterzeit wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Dr. Martin Weber |
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Alles ist erlaubt – aber nicht alles nützt.


